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European Kunsthalle


Die European Kunsthalle wurde 2005 vom Verein Das Loch e. V. – jetzt die European Society for Contemporary Art – initiiert, um Konzepte und Potenziale des Modells Kunsthalle perspektivisch für die Zukunft weiterzuentwickeln. Als diskursive Plattform ohne eigenen Raum entwickelte die European Kunsthalle in den zwei Jahren ihrer Gründungsphase unter der Leitung von Nicolaus Schafhausen und Vanessa Joan Müller eine eigene Form institutionellen Handels, die international über Köln hinausstrahlte.

Daran anknüpfend wird die programmatische Arbeit seit Herbst 2007 von einem europäisch besetzten Programmteam mit Rike Frank (Berlin / Wien), Anders Kreuger (Lund / Vilnius), Bartomeu Marí (Barcelona) und Astrid Wege (Köln) fortgesetzt. Ihr Anliegen ist es, den Handlungsraum, den die European Kunsthalle in den vergangenen zwei Jahren eröffnet hat, zu erweitern und zu verstetigen. Die Dimension des Europäischen als einer Praxis der Zusammenarbeit bleibt hierbei ein wichtiger Aspekt, ebenso wie die Verankerung der European Kunsthalle in Köln.

Die European Kunsthalle in ihrer neuen Phase ist angelegt als Projekt einer zeitgenössischen Kunsthalle, in der sich künstlerische Wahrnehmung, kuratorisches Handeln und theoretische Auseinandersetzung mit Visualität, öffentlicher Sichtbarkeit und einem Bewusstsein für aktuelle Entwicklungen innerhalb wie außerhalb der Kunst verknüpfen.

Die European Kunsthalle versteht sich als Forum, das dem Aspekt der künstlerischen Produktion eine ähnlich große Bedeutung beimisst wie der Präsentation und der Reflexion von Kunst und Kultur. Sie begreift sich als eine Basis, die offen ist für ein breites Spektrum an Kunstformen, die bekannte wie noch nicht etablierte Ansätze der Gegenwartskunst umfasst und die disziplinenübergreifend und experimentell vorgeht. Der Vielfalt künstlerischer Medien gemäß entwickelt sie innovative Formate des Ausstellens und weiß um den Stellenwert einer fundierten Recherche.

In diesem Sinne begreift sich die European Kunsthalle als ein Handlungsraum, in dem durch und mit Kunst Öffentlichkeit entstehen kann. Sie zielt auf einen kommunikativen Austausch zwischen Kunst und Publikum. Die European Kunsthalle versteht sich zudem als Kooperationsstruktur, die auf eine Zusammenarbeit mit Institutionen und Initiativen aus unterschiedlichen kulturellen Produktions- und Vermittlungszusammenhängen auf lokaler wie internationaler Ebene setzt – mit Kunsthallen, Museen, Festivals, Artists-in-Residency-und kuratorischen Programmen, Akademien, Universitäten und Kunstzeitschriften.