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Alex Morrison


Don’t let them see us, don’t show them what we are doing, 2007


Buchandlung Walther König, Ehrenstraße 4, Mo–Fr 10:00–19:00 Uhr, Sa 10:00–18:00 Uhr

In seinen Arbeiten nimmt der kanadische Künstler Alex Morrison (*1972) soziale Gruppierungen in der Stadt als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit öffentlichem Raum. Ihn interessiert, inwieweit in Zeiten der medialen Kommerzialisierung auch radikaler Subkulturen diese als authentisch wahrgenommen werden können. Seine Arbeit für die Ausstellung „Modelle für Morgen: Köln“ kündigt nächtliche Fahrradtouren durch Köln an. Vorbild der rein fiktiven Aktionen sind politisch motivierte Fahrrad-„mass rides“ in den USA. Doch Morrisons Touren sind weder politisch konnotiert noch als sozialkritische Protestaktion geplant, ja noch nicht einmal organisiert. Nur Treffpunkt und Uhrzeit sind vorgegeben. Sein Konzept impliziert die Möglichkeit der praktischen Ausführung und spielt auf das Potential eines Massenphänomens an, das aus der Bevölkerung entspringt und jenseits von durchorganisierten und institutionalisierten Mega-Events passiert. Der Passivität des Rezipienten in herkömmlichen institutionellen Kontexten setzt Morrison seinen Aufruf zu selbstbestimmtem Handeln entgegen.