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Silke Schatz
Orakel 2007
Jesuitenkirche Sankt Peter, Jabachstraße 1, Di–Sa 11:00–17:00 Uhr, So 13:00–17:00 Uhr
Die Suche nach einem idealen Museum der Zukunft führt die in Köln lebende Künstlerin Silke Schatz (*1967) zurück in die Geschichte. Ihre Collage aus Malerei, Zeichnung und Fotokopien ist ein antiker Stadtplan Kölns jenseits historischer Faktizität mit Ausgrabungen und zeitgenössischen Blüten, mit Rückblicken in die antiken Anfänge der Stadt und archäologischen Verfremdungseffekten. Die Spurensuche der Vergangenheit lenkt den Blick nach vorne, doch die Zukunft scheint ungewiss. In der Jesuitenkirche St. Peter, selbst ein sakraler Ort zeitge-nössischer Kunst, präsentiert, wirkt Silke Schatz’ „Orakel 2007“ wie eine Vorausschau auf die Zukunft aus dem Wissen um die Relikt gewordene Geschichte. Antike Rituale, Kulte und Feste bilden aber auch den Hintergrund einer die politische Ausdrucksform der Collage nutzenden Arbeit, die aus dem scheinbar apodiktischen „Zukunft? Nein Danke!“ ihr eigenes Potenzial der Verweigerung konventioneller Modelle zugunsten alternativer Ideen- und Handlungsmuster generiert.

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