

Köln ist auf dem Weg zu einer neuen Kunsthalle.
Im Jahr 2004 initiiert eine Gruppe von Kölner Kulturschaffenden, die sich in dem Verein Das Loch e.V. zusammengeschlossen haben, ein zukunftsweisendes Vorhaben: das Gründungsprojekt einer neuen Kunsthalle für Köln, die ihren Handlungsraum europäisch setzt. Unabhängig von stadtpolitischen Vorgaben sollten alternative Modelle einer zeitgemäßen Kunsthalle untersucht, entwickelt und erprobt werden. Mit dem Startkapital aus einer Benefizauktion beginnt im Sommer 2005 das Gründungsteam um Nicolaus Schafhausen und Vanessa Joan Müller unter dem programmatischen Namen EUROPEAN KUNSTHALLE seine Arbeit.
In ihrer Gründungszeit operierte die European Kunsthalle als virtuelle Institution ohne eigenen Ort und städtischen Auftrag. Mit Formaten wie Under Construction, Modelle für Morgen, KölnShow 2 und Spaces of Production hat sich die European Kunsthalle zu einem international beachteten Projekt entwickelt und konnte grundlegende Fragestellungen zu den Konstitutionsbedingungen einer Kunsthalle der Gegenwart thematisieren. Auch lokal zeigt die Arbeit Wirkung: die resultierenden Publikationen, Materialien und Untersuchungen beeinflussen heute produktiv die Überlegungen der städtischen Kulturpolitik zu einer neuen Kunsthalle für Köln.
Seit Sommer 2007 gilt die auf zwei Jahre angelegte Gründungsphase als abgeschlossen und ein europäisch besetztes Programmteam mit Rike Frank (Berlin, Wien), Anders Kreuger (Lund, Vilnius), Bartomeu Mari (Barcelona) und Astrid Wege (Köln) hat die Leitung der European Kunsthalle übernommen.
Zugleich hat sich der bisherige Trägerverein Das Loch e.V. zur EUROPEAN SOCIETY FOR CONTEMPORARY ART transformiert. Damit ist die europäische Perspektive mehr denn je ein immanenter Modus des Handelns und wird sich in Kooperationen und Projekten mit europäischen Partnern weiter entfalten.
Als in seiner Genese und Struktur einmaliges Projekt hat die European Kunsthalle einen eigenen Handlungsraum geschaffen. Nun gilt es, für die European Kunsthalle – auch im fortgesetzten Dialog mit der Stadt Köln – eine dauerhaft tragfähige institutionelle Basis zu entwickeln.
Die European Society for Contemporary Art hat sich die Förderung der weiteren institutionellen Entwicklung und der programmatischen Arbeit der European Kunsthalle zu ihrer vornehmen Aufgabe gemacht. Im Vorstand engagieren sich dafür Persönlichkeiten des Kölner Kunst- und Kulturlebens: Rosemarie Trockel (Vorsitzende) – Marcel Odenbach (2. Vorsitzender) – Meyer Voggenreiter (Schatzmeister) – Astrid Wege (European Kunsthalle) – Lilian Haberer – Bernd Kniess – Kasper König – Kathrin Luz – Christian Nagel – Stephan Walderdorff
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