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European Society

07. März 2006, 19.30 Uhr

"VERrückte Dinge. Über Ethnologie, Aneignung und Kunst"

Vortrag von Karl-Heinz Kohl (Professor für historische Ethnologie, Johann Wolfgang Goethe Universität und Direktor des Frobenius-Instituts, Frankfurt am Main), anschließend Gespräch mit Klaus Schneider (Direktor Rautenstrauch-Joest Museum, Köln), Rautenstrauch-Joest Museum, Vortragssaal, Ubierring 45, 50678 Köln

Die in den letzten Jahren vor allem in Frankreich geführte Debatte über den Stellenwert der "Arts Premiers" wirft die alte Frage wieder auf, ob es die ästhetischen Eigenschaften eines Gegenstands sind, dem er seinen Kunststatus verdankt, oder ob über diesen Status allein der Ort seiner Präsentation entscheidet. Die Ausstellung solcher Gegenstände in ethnologischen Museen bedeute eine Herabwürdigung genuiner Kunst, sagen die einen. Ihre Deklaration als Kunst stelle lediglich eine eurozentrische Vereinnahmung dar, sagen die anderen.

Karl-Heinz Kohl ist Professor für Historische Ethnologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und leitet das dortige Frobenius-Institut. Von ihm erschien zuletzt: Die Macht der Dinge. Theorie und Geschichte sakraler Objekte, C.H. Beck, München 2003.

   

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